GUATEMALA - Das Land des ewigen Frühlings
liegt an der Schnittstelle zwischen Nord- und Mittleamerika
verteilt auf drei tektonischen Platten und in die verschiedensten
Klimazonen auf kleiner Fläche. Eingebettet zwischen
Atltantik und Pazifik erlebt der Besucher Abwechslung
noch und noch; die Pazifikküste entlang der Vulkanberge
mit dem schwarzen Standstrand ist Heimat der fünftgrössten
Zuckerrohr produktion weltweit und zugleich finden wir
in dieser heissen Region die ältesten Mayastätten
der Mundo Maya. Das Hochland beherbergt rund drei viertel
der Landesbevölkerung, in mitten der teils aktiven
Vulkane sind 21 Maya Ethnien und die spanisch sprechenden
Ladinos zu Hause. Die Maya sprechenden Guatemalteken lassen
die Geschichte zur Gegenwart werden, nicht nur durch ihre
jahrtausendalten Sprachen sondern weitmehr mittels ihren
Glaubensvorstellungen und gelebten Traditionen. Mayestätisch
tronen die Kalkberge und Vulkane, teils über 4000
Meter hoch, inmitten der pittoresken Landschaft. Hinter
jeder Kurve öffnet sich ein neues Bild aus buntgekleideten
Indigenas und atemberaubender Aussicht. Der jadefarbene
Atitlansee und die umliegenden Dörfer, der Indianermarkt
in Chichicastenango und die ehemalige Hauptstadt Zentralamerikas,
Antigua Guatemala, bilden das Schwergewicht in jedem Besucherprogramm.
Die moderne Metropole Guatemala City bildet nicht nur
politisch sondern auch geografisch den Mittelpunkt. Hier
laufen die Fäden des Landes zusammen, hier kommt
der grösste Teil der Besucher an oder beendet seinen
Besuch. Einmal aus dem Chaos der Grosstadt befreit führen
sanfte Hügel hintunter beinahe auf Meeresniveau,
in die trockenste Region, wo gerade an vier Tagen por
Jahr Regen fällt. Dementsprechend aglomerationsfrei
und mit mystischen Kakteen formt sich ein beinahe wüstenähnliches
Bild. Die sanfte Hügellandschaft breitet sich über
die gesamte östliche Hälfte des Landes aus,
abwechslung bieten die Provinzstädte vor deren Kathedrale
sich die hier ansässigen Ladinos unter dem Schatten
der Bäume vor dem heissen, aber trockenen Klima schützen.
Je weiter man in Richting Osten geht, um so mehr machen
sich feuchttropische Einflüsse der Karibik bemerkbar,
bis man sich inmitten hoher Baumvegetation und Bananenplantagen
wiederfindet. Im Gegensatz zum Hochland verwandeln das
ganze Jahr über starke Regenfälle Gottes Naturwerk
in üppiges Grün und der Rio Dulce Fluss, aus
dem landesgrössten See Izabal abfliessend, mäandert
durch dichte Wälder bis hin zur Karibik, Heimat der
Garifunas. Die Garifunas stammen von afrikanischen Slaven
ab und haben bis heute ihre westafrikanischen Dialekte
und Angewohneheiten bewahrt – Guatemala einmal anders.
Gegen Norden finden wir Kegelkarst, eine für die
Tropen typische geologische Erscheinung, wo das Meer vor
tausenden von Jahren sein Werk vollbrachte und eine von
Höhlen und dünnem Humus bedeckte Kalklandschaft
hinterliess. In den Bergen der Verapaces, inmitten des
feuchten Nebelwaldes, ist der Quetzal, der Nationalvogel
Guatemalas beheimatet. Durch Kaffeeplantagen und Maisfelder
schlängeln sich die Strassen durch die Indianerdörfer
des Verapaces, bis sie in den Peten gelangen, den nördlichen
Teil Guatemalas, oder auch das Herz der Maya Welt. Über
700 entdeckte Stätten verteilen sich im tropischen
Regenwald, noch immer sind Siedlungen spärlich. Während
einige archäologischen Wunder, meist während
der Blütezeit der Mayakultur zwischen dem fünften
und neunten Jahrhundert nach Christus erbaut, über
gute Strassen erreichbar sind, führen wunderschöne
Bootsfahrten zu anderen oder man erkundet sie nach eindrücklichen
Fussmärschen.